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Willkommen!

 

Unsere Liga hat zum Ziel, Informationen über Zeckenkrankheiten auszutauschen und zu verbreiten. Ebenso engagiert sie sich für die Prävention und sie versucht, die Kontakte zwischen Kranken und medizinischen, sozialen und gesundheitspolitischen Institutionen zu erleichtern.

Die Zeckenkrankheit Borreliose wurde 1982 von Willy Burgdorfer entdeckt und in der Folge intensiv diskutiert und erforscht. In den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts meinten einige amerikanische Ärzte, die Krankheit würde überschätzt und gaben Erntwarnung. Seither wird in der Medizin das Thema sehr kontrovers diskutiert.

• Die Borreliose kann andere Krankheiten vortäuschen (z.B. MS, CFS, Fibromyalgia) und führt Patienten und Ärzte nicht selten in die Irre.

• Ein hoher Anteil der Patienten hat Schwierigkeiten mit Versicherungen und Krankenkassen, welche die Kosten nicht übernehmen wollen.

• Die oft unentdeckten Zeckenkrankheiten verursachen immense soziale und private Kosten.

 

Die medizinische Versorgung von Borreliose-Patienten muss verbessert werden

„An den Spätfolgen von Borreliose zu leiden heisst, zu krank sein zum Leben und zuwenig krank zum Sterben ...“, (ein Betroffener)

 

Die Krankheiten, die von Zecken übertragen werden, gewinnen an Bedeutung. Gegen die virale Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzepahlitis FSME), die nach einem Zeckenstich auftreten kann, gibt es eine wirksame Impfung. Gegen die Borreliose, die in der Schweiz am häufigsten von Zecken übertragene Krankheit, fehlt eine Impfung. Die Borreliose ist mit Antibiotika behandelbar, aber nur, wenn sie früh erkannt und genügend lang und hoch dosiert behandelt wird. Seit Jahren herrscht ein weltweiter Expertenstreit zur Diagnose und Therapie der Borreliose, der zu widersprüchlichen Richtlinien geführt hat. Zuverlässige Diagnosemöglichkeiten fehlen.

Nicht alle Infizierten entwickeln Borreliose-Symptome wie chronische Müdigkeit, Kopf-, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Herzentzündungen oder Depressionen. Aber diejenigen, die es trifft, haben ein schweres Los gezogen. Verläuft die Krankheit nicht entsprechend den eng gesteckten Definitionen der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie oder fällt der Bluttest negativ aus, suchen die Betroffenen vergeblich nach einem Arzt, der sie behandelt. Die Patienten haben keine Chance auf eine wirkungsvolle Therapie. In der Folge kann es zu Psychiatrisierung, Arbeitsunfähigkeit und Verlust des sozialen Umfelds kommen. Weigert sich die Unfall- oder Invalidenversicherung zu zahlen, werden die Betroffenen nicht selten sozialhilfeabhängig.

Zu den Risikogruppen gehören all jene, die ihren Beruf im Freien ausüben oder ihre Freizeit in der Natur verbringen . Gemäss Schätzungen beträgt die Zahl der jährlichen Neuinfektionen in der Schweiz zwischen 3000 und 5000. Die Borreliose ist nicht meldepflichtig, und zuverlässige Daten zu Langzeitverläufen fehlen.

 

Wir brauchen Forschung für

•  sichere Diagnoseverfahren
Es gibt bis heute keine Labortests, die zu jedem Zeitpunkt zuverlässig den Verlauf der Krankheit festhalten. Die Labortests führen nicht selten zu falsch negativen Resultaten.
 
•  wirksame Behandlungsmethoden
Borrelien sind spiralförmige Bakterien, welche sich den Angriffen sowohl des Immunsystems als auch der Antibiotika wirksam entziehen können. Die bekannten Antibiotika reichen gegen diese Erreger nicht immer aus, sodass zusehends mehr Patienten trotz rechtzeitiger Behandlung chronisch krank werden.